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Die Aufrisszeichnung – ein wichtige Station auf dem Weg zum fertigen Möbelstück 

In unserem letzten Werkstattwissen-Artikel hast du erfahren, wie wichtig eine Stückliste bei der Durchführung deines Möbelprojektes sein kann.  

Nun zeigen wir dir, welche Vorbereitung noch wichtig ist, wenn du dein erstes komplexeres Möbelstück, wie zum Beispiel unseren Hängeschrank aus dem „Basiskurs Schrankbau“ fertigen möchtest. Dann ist zusätzlich zur Stückliste noch ein weiteres Planungsinstrument sinnvoll: die Aufrisszeichnung.

 

Die Aufrisszeichnung hilft dabei, sich intensiv mit der Konstruktion eines Möbelstücks oder Projektes auseinanderzusetzen und durchdachte Lösungen zu entwickeln – lange bevor Holz, Werkzeug und Maschinen ins Spiel kommen. 

Was ist eine Aufrisszeichnung eigentlich? 

Eine Aufrisszeichnung ist weit mehr als nur eine Skizze. Sie ist eine detaillierte Zeichnung, mit der Konstruktionen durchdacht, Maße festgelegt und Lösungen für Details gefunden werden. Natürlich lässt sich so etwas auch digital mit CAD-Software umsetzen, aber das brauchst du nicht zwingend. Du kannst genauso gut den traditionellen Weg am Aufrissbrett wählen. In unseren Tischlerkursen entscheiden wir uns für die klassische Variante. Beide Versionen helfen dir, deine Konstruktion wirklich zu verstehen. 

Wie erstelle ich eine Aufrisszeichnung?

Aufrisszeichnungen erstellt man am besten im Maßstab 1:1.

  • Du vermeidest Umrechnungsfehler und kannst Maße aus der Zeichnung ablesen.

  • Du kannst Werkstücke während des Bauens zur Kontrolle direkt auf die Zeichnung legen. 

Aufrisszeichnungen enthalten drei Perspektiven bzw. Schnitte des Möbels: Eine Ansicht von vorne, eine Ansicht von der Seite, eine Ansicht von oben. Diese werden in der Regel alle auf einem Blatt dargestellt.

Stück für Stück werden so alle Maße, Materialstärken, Positionen von Bauteilen und konstruktive Details erarbeitet.

Von der Aufrisszeichnung zum fertigen Möbelstück

Das Bild zeigt eine vereinfachte Aufrisszeichnung für ein kleines Schränkchen mit Tür.
Das Bild zeigt eine handgefertigte Skizze zum Bau eines kleinen Schränkchens.
Das Bild zeigt ein kleines Schränkchen gefertigt im Tischlerkurs.

Was bringt mir die Aufrisszeichnung?

Die eigentliche Stärke der Aufrisszeichnung zeigt sich bei Detailfragen, zum Beispiel: 

  • Liegt der Deckel eines Schranks auf den Seiten auf oder wird er zwischen den Seiten befestigt? 
  • Wie sieht meine Tür aus? Welche Scharniere muss ich besorgen? 
  • Wo platziere ich die Rückwand meines Regals – und wie befestige ich sie? 
  • Wie groß kann meine Schublade werden und was benötige ich zur Befestigung?

Warum vermitteln wir die Aufrisszeichnung in einigen unserer Tischlerkurse?

Wir sind überzeugt davon, dass der Bau eines schönen Möbels nicht erst an den Maschinen beginnt. Eine gute Planung, mit Skizzen, Aufrisszeichnung und Stückliste zahlt sich aus.

Und wer einmal erlebt hat, wie aus einer Idee Schritt für Schritt eine durchdachte Konstruktion entsteht, versteht Möbelbau auf einem neuen Level. 

In unseren Tischlerkursen in Overath zeigen wir dir genau diesen Prozess – unter anderem: 

  • im zweitägigen Basiskurs Schrankbau 
  • im Bildungsurlaub „Intensivwoche Handmaschinen“ 
  • im Modul 3 der Kleinen Schreinerausbildung

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