In unserer kleinen Kundenumfrage Anfang des Jahres hat sich gezeigt, dass viele unserer Kundinnen und Kunden Interesse am Thema Traditionelles Tischlerhandwerk haben. Daraufhin haben wir unseren Basiskurs traditionelle Holzverbindungen: Sägen und Stemmen ins Leben gerufen. Dieser hat inzwischen zweimal stattgefunden – und beide Male war das Interesse groß. Was genau der Kurs beinhaltet und wie ein typischer Tagesablauf aussieht, möchten wir euch heute mal näher berichten.
Alle Teilnehmende kamen bisher mit dem Wunsch, die Grundlagen traditioneller Holzverbindungen endlich einmal richtig zu verstehen und mit Erfolg anzuwenden. Denn bevor eine von Hand gefertigte Holzverbindung gelingt, ist es wichtig, die Grundlagen zu verstehen und zu üben: sauber anreißen, gerade und wiederholgenau sägen und sicher mit dem Stemmeisen arbeiten. Genau dort setzen wir im Kurs an.
In unserem Basiskurs traditionelle Holzverbindungen: Sägen und Stemmen steht die Praxis im Vordergrund, daher geht es nach einer kurzen Einführung für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer direkt an die Werkbank. Wir üben, wie man Anreißwerkzeuge richtig führt und genau anzeichnet und besprechen, welche Japansägen sich für welche Schnitte eignen. Ein wichtiger Bestandteil des Vormittags ist es dann, den richtigen Bewegungsablauf beim Sägen zu trainieren – denn gerade Schnitte entstehen vor allem durch Übung und das Verständnis dafür, was ich korrigieren kann. Alles keine Raketenwissenschaft, es muss nur gut erklärt und wiederholt trainiert werden. 😉






Anschließend zeichnen wir gemeinsam eine Schlitz-und-Zapfen-Verbindung und stellen diese dann Schritt für Schritt her. Dabei rückt auch die Frage nach dem richtigen Einsatz des Stemmeisens in den Mittelpunkt. Viele kleine Hinweise und praktische Übungen helfen dabei, schnell Sicherheit im Umgang mit den Werkzeugen zu gewinnen.
Nach einem intensiven Vormittag braucht es erstmal eine kleine Stärkung.


Nach der Mittagspause steht dann die offene Zinkung – oft auch Schwalbenschwanzverbindung genannt – auf dem Programm. Wieder wird angezeichnet, gesägt, gestemmt und vor allem geübt.
Besonders wichtig ist unseren Kursleitern dabei, dass Teilnehmende genügend Zeit zum Wiederholen haben. Wer das Sägen weiter trainieren will, kann genau das tun. Andere üben lieber immer wieder die erlernten Verbindungen und trauen sich auch an andere Varianten ran. Es gibt ein breites Repertoire an Übungsmöglichkeiten. Während dieser Übungszeit ist dann auch genug Raum für direkte Unterstützung, individuelle Fragen und kleine Tipps. Dieses unmittelbare Feedback ist es, was einen Präsenzkurs so wertvoll macht. Oft erkennen unsere Kursleiter schnell eine kleine Bewegungskorrektur, die den entscheidenden Unterschied macht.






Am Ende des Tages gehen viele Teilnehmende mit deutlich mehr Sicherheit an den Werkzeugen und einem guten Verständnis traditioneller Holzverbindungen nach Hause. Und auch für uns als Kursleiter ist es schön zu sehen, wie schnell sich durch konzentriertes Üben sichtbare Fortschritte einstellen.
Wir merken, wie groß das Interesse daran ist, traditionelles Handwerk von Grund auf zu lernen – mit Zeit zum Üben, verständlichen Erklärungen und viel praktischem Arbeiten an der Werkbank. Aus diesem Grund gibt es neben dem Basiskurs traditionelle Holzverbindungen inzwischen einen weiteren Kurs in der Reihe: unser Basiskurs Hobeln mit traditionellem Werkzeug läuft im wahrsten Sinne des Wortes unter dem Motto: „Wo gehobelt wird fallen Späne“ – viele praktische Übungen und weitere Tipps und Tricks von unseren erfahrenen Kursleitern. Sei dabei!